Oberösterreich hat die Grundversorgung von Asylwerber/innen sehr positiv bewältigt. Dezentral, in kleinen Strukturen und damit mit guten Voraussetzungen für die Integration. Die Zahl der Neuankommenden hat stark abgenommen. Dennoch ist die Zahl der Asylwerber/innen in der Grundversorgung zwar deutlich gesunken, aber noch immer relativ hoch. Das hat mit den viel zulangen Asylverfahren zu tun.

Derzeit werden in Oberösterreich vom Land OÖ rund 8.800 Personen im Rahmen der Grundversorgung unterstützt, davon in etwa 6.700 Personen in organisierten Quartieren. Für den weit überwiegenden Teil der organisierten Quartierplätze besteht Selbstversorgung, d.h. dass die Bewohner Geld für die Bestreitung der Lebensmittelkosten erhalten und selbst einkaufen und kochen können.

Derzeit erfüllt Oberösterreich seine Quote zu ca. 99%, hätte aber mit über 1.000 freien Plätzen genügend Kapazitäten zur Verfügung, um die geforderte Quote (richtet sich nach der Einwohnerzahl eines Bundeslandes) zu erfüllen. Aufgrund stetig sinkender Asylantragszahlen und beschleunigter Fallbearbeitungen durch eine entsprechende Personalaufstockung beim Bundesamt für Fremdenwessen und Asyl, ist derzeit nicht davon auszugehen, dass diese freien Plätze wieder aufgefüllt werden. Als Folge der mangelnden Auslastung sind im Jahr 2017 in OÖ bereits mehr als 100 Quartiere wieder geschlossen worden.

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