« zurück zur letzten Seite « weitere Presseaussendungen

Weltumwelttag 2010:

Do, 27.05.2010 — 12:00

"Blue Planet - Es geht um's Ganze!" Weltumwelttag 2010: Blue Planet - Es geht um's Ganze!

Umweltlandesrat Rudi Anschober

Mag. Gernot Grömer
(Obmann Österreichisches Weltraum Forum),

DI Andreas Drack
(Klimaschutzbeauftragter des Landes OÖ)

und Mag. Norbert Rainer
(Regionalstellenleiter Klimabündnis OÖ)

"Blue Planet - Es geht um's Ganze!" Weltumwelttag 2010: Blue Planet - Es geht um's Ganze!

Ganz Oberösterreich macht mobil: Mit 100 Initiativen im ganzen Land wird am 5. Juni am Weltumwelttag für den Klimaschutz getrommelt - über die Handlungsmöglichkeiten des Einzelnen, vorbildliche Betriebe und Kraftwerke für Erneuerbare Energie bis hin zum Blick aus dem Weltall auf Oberösterreich und den blauen Planeten - sogar mit dem Start eines Stratosphärenballons. Damit uns der Blick auf's Ganze nicht verloren geht!

Beim diesjährigen Weltumwelttag am 5. Juni dreht sich in Oberösterreich alles um unseren blauen Planeten Erde. Unter dem Motto "Blue Planet - Es geht um's Ganze" führt das Programm von zahlreichen Aktionen in ganz Oberösterreich bis in den Weltraum!

"Engagement in den Gemeinden und von Einzelpersonen ist die treibende Kraft im Klimaschutz", so Umweltlandesrat Rudi Anschober. "Dabei dürfen wir aber den Blick auf's Ganze nicht verlieren." Eine Abendveranstaltung am 4. Juni und ein Informations-Programm am Linzer Südbahnhofmarkt am 5. Juni ermöglichen den Blick auf die Erde aus der Weltraumperspektive. Die Oö. Akademie für Umwelt und Natur hat dafür das Österreichische Weltraumforum und die European Space Agency (ESA) als Partner für den Weltumwelttag 2010 gewonnen. Highlights auf der Info-Bühne am Südbahnhofmarkt sind das ausgestellte Modell eines Umwelt-Satelliten und der Start eines Stratosphärenballons.

Auch in den Regionen finden viele Aktivitäten statt. Das Klimabündnis Oberösterreich und die Oö. Akademie für Umwelt und Natur rücken im Rahmen des Weltumwelttages die erneuerbaren Energieträger in das Bewusstsein der Bevölkerung. Über 50 Gemeinden, Firmen und Kraftwerksbetreiber beteiligen sich an dieser Aktion und setzen mit Tagen der Offenen Tür, Vorträgen, Wanderungen und Radtouren ein Zeichen für eine nachhaltige Energiewende.

Bildung für Umwelt und Nachhaltigkeit ist das Credo der Signatur 21 Bibliotheken in Oberösterreich. Sie bieten speziell zu diesen Themenbereichen Literatur, Medien und Informationsmaterial an. Zum Weltumwelttag laden Signatur 21 Bibliotheken zu ausgewählten Vorträgen und Aktivitäten ein.

Was ist der Weltumwelttag?

Die Vereinten Nationen rufen seit 1972 jährlich den 5. Juni zum Weltumwelttag aus. An diesem Tag finden weltweit Aktionen statt, um das Bewusstsein der Menschen für den Wert unseres Planeten und seine Zukunft zu stärken und zum nachhaltigen Handeln anzuregen.

Informationen zum Weltumwelttag in Oberösterreich und Österreich unter:

www.umweltakademie.at

www.oewf.org

www.klimabuendnis.at

www.umwelttag.at

Mag. Gernot Grömer, Obmann Österreichisches Weltraum Forum:

Was hat Erdbeobachtung durch Satelliten mit Klimaschutz zu tun?

Satelliten geben uns seit Jahrzehnten eine aktuelle Bestandsaufnahme vom Zustand unserer Welt und haben unser Verständnis des Blauen Planeten geprägt. Die European Space Agency (ESA) hat weltweit ein einzigartiges Erdbeobachtungsprogramm auf Schiene gebracht, das neben einem Verständnis der globalen Klimaentwicklungen nun auch regionale Folgen abschätzen lässt. So werden etwa in Oberösterreich potentielle Veränderungen in den Niederschlägen zu erwarten sein, mit Zunahme im Winter und Frühjahr (+ 40 %), einer Abnahme im Sommer und Herbst (- 50 %) aber auch stabilere Wetterlagen im Herbst. Gleichzeitig steigen aber auch das Risiko für Hochwasserereignisse, das Auftreten von neuen Schadorganismen in der Landwirtschaft oder auch regionale Wasserknappheit. Satellitendaten können zwar den Klimawandel nicht stoppen, aber sie helfen, die Prozesse dahinter zu verstehen um geeignete Gegenmaßnahmen einzuleiten. Vor allem haben Sie uns gezeigt, wie hochempfindlich das „Raumschiff Erde" auf Veränderungen reagiert.

Cryosat Satellitenmodell

Auf der Infobühne am Linzer Südbahnhofmarkt am 5. Juni ist das Modell eines Cryosat Satelliten ausgestellt. Cryosat ist der neueste Klimasatellit der ESA und am 8. April 2010 vom russischen Weltraumbahnhof in Baikonur gestartet. Für die kommenden drei Jahre liefert er einzigartiges Datenmaterial zur Ausdehnung unserer Polkappen - der letzte weiße Fleck auf der Landkarte der Klimatologen, der entscheidenden Einfluss auf das Weltklima hat. Der 650kg schwere Cryosat ist Teil des „Living Planet" Programmes der ESA und kann mittels Radarhöhenmesser die Dicke der polaren Eismassen auf etwa 1cm genau vermessen.

Start eines Stratosphärenballons am 5. Juni 2010, Linzer Südbahnhofmarkt

Im Rahmen des PolAres Wissenschaftsprogramms startet das Österreichische Weltraum Forum unbemannte Ballonflüge bis etwa 30 km. In dieser Höhe werden Messungen von Umweltparametern (Temperatur, Luftdruck, verschiedene Strahlungsintensitäten) durchgeführt. Am Südbahnhofmarkt am 5. Juni überträgt die Sonde erstmals live die Bilder der Bordkamera von der Startphase (Verfügbar auf www.oewf.org).

Eye in the Sky - 2000 oberösterreichische Schülerinnen und Schüler erleben die Erde aus der Satellitenperspektive

Referenten des Österreichischen Weltraum Forums vermittelten anhand von atemberaubendem Bildmaterial an 20 oberösterreichischen Schulen die Themen Erdbeobachtung und Umweltschutz. Die etwa 2000 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler zwischen 10 und 18 Jahren bekamen einen ebenso hochaktuellen wie beeindruckenden Einblick in die Erdbeobachtung und auf die durch Menschen verursachten Veränderungen auf unserem Planeten.

Eye in the Sky - Schülerwettbewerb

Wir wollen die Ideen von oberösterreichischen Schülerinnen und Schülern hören, was der „Blick von Oben" für die Menschen bedeutet. Die Akademie für Umwelt und Natur und das ÖWF suchen zu ausgewählten Satellitenbildern Slogans oder Kurztexte als Hommage an unseren blauen Planeten sowie als Botschaft an die Menschen, wie wertvoll und schützenswert unsere Erde ist.

Als Hauptpreis winkt etwas, das man nicht kaufen kann: Eine zweitägige Reise nach Frascati bei Rom, in das Zentrum der europäischen Erdbeobachtung bei der European Space Agency: ein exklusiver Blick in das ESA European Space Research Institute mit Expertengesprächen und Blick in ein Satellitenkontrollzentrum. Die Gewinner/innen werden darüber hinaus zur Fair Play World (www.fairplayworld.com) im Linzer Stadion am 23. Juni 2010 eingeladen.

Einsendeschluss ist der 15. Juni 2010, 12:00 Uhr, Details finden sich unter erdbeobachtung.oewf.org

Das Österreichische Weltraum Forum (www.oewf.org)

Das ÖWF ist ein nationales Netzwerk für Raumfahrtspezialisten und Weltrauminteressierte. Unsere Organisation dient einerseits als Kommunikationsplattform zwischen dem Weltraumsektor und der Öffentlichkeit, andererseits ist das Forum in ein weltumspannendes Netzwerk von Raumfahrtspezialisten aus Industrie, Forschung und Politik eingebettet. Damit ermöglicht das ÖWF eine Stärkung des österreichischen Weltraumsektors durch Öffentlichkeitsarbeit, technische Workshops und Konferenzen sowie eigenen Weltraum-Aktivitäten.

DI Andreas Drack, Klimaschutzbeauftragter des Landes OÖ:

Was kann jede und jeder Einzelne tun und welche Unterstützung gibt es von der "Klimarettung"?

Der Weltumwelttag erinnert daran, dass wir alle zu einer intakten Umwelt und Natur beitragen können und sollen. Das europaweit einzigartige Dachprogramm "Klimarettung" bei der Oö. Akademie für Umwelt und Natur bietet dabei Unterstützung. Auf www.klimarettung.at gibt es Tipps und Anreize, wie man leichter vom Wissen zum Handeln kommt.

Dort findet man zum Beispiel die Haushalts-Klimabilanz, einen Leitfaden für Klimaschutz im Alltag. Die rund 40 zu beantwortenden Fragen zeigen einerseits auf, wie klimafreundlich man sich im eigenen Haushalt verhält. Andererseits ist an der Punkteverteilung ersichtlich, wie man seine Klimabilanz noch verbessern könnte. Unabhängig von der Gesamtpunktezahl werden einmal jährlich unter allen Einsendungen wertvolle Preise verlost. Der Hauptpreis sind 5.000 Euro, zweckgebunden für Klimaschutzmaßnahmen. Kostenlose Internet-Tools unter www.energieverbrauchskalkulator.at ermöglichen darüber hinaus das Führen einer Energiebuchhaltung oder das Dokumentieren des Ertrags von Solaranlagen.

Die "Klimarettung" unterstützt auch Gemeinden im Rahmen eines 10.000 Euro-Sonderförderprogramms. Damit werden für die Bürgerinnen und Bürger klimafreundliche Rahmenbedingungen geschaffen. Ausgehend vom Projekt der "Klimarettung" haben sich inzwischen in ganz Österreich so genannte "Schnuppertickets" etabliert. Das sind übertragbare Monatskarten für den öffentlichen Verkehr zum probeweisen Verleih an die Gemeindebevölkerung.

 

Mag. Norbert Rainer
Regionalstellenleiter Klimabündnis OÖ

Erneuerbare Energieträger im Fokus - Aktivitäten in ganz OÖ

Das Klimabündnis Oberösterreich und die Oö. Akademie für Umwelt und Natur rücken im Rahmen des Weltumwelttages die erneuerbaren Energieträger in das Bewusstsein der Bevölkerung!

Das Bundesland Oberösterreich ist in vielen Bereichen beispielgebend. So wurden bisher in Oberösterreich Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von 11 MW Peak installiert. 2009 wurden  außerdem 650 GWh Strom aus Kleinwasserkraftwerken, 43 GWh aus Wasserkraft und 68 GWh aus Biogas gewonnen.

Für die notwendige Reduzierung klimarelevanter Treibhausgase müssen aber noch weitere Anstrengungen getätigt werden. "Die heimischen erneuerbaren Energieträger tragen nicht nur zum Klimaschutz bei. Sie schaffen auch Arbeitsplätze und stärken die regionale Wertschöpfung." ist Norbert Rainer von Klimabündnis Oberösterreich überzeugt. Mit vorbildhaften Projekten aus den Bereichen Photovoltaik, Windkraft, Biomasse, Kleinwasserkraft, Geothermie und auch energieeffizientes Bauen, die alle an diesen Tagen besichtigt werden können, werden für Privatpersonen, Gemeinden und Betriebe positive Beispiele zur Nachahmung gezeigt.

Von Bad Goisern bis Windhaag, von Gilgenberg bis Ternberg gibt es in 55 Gemeinden rund 80 Aktivitäten. Mit Tagen der offenen Tür, Wanderungen, Radtouren, Vorträgen und weiteren bewusstseinsbildenden Maßnahmen setzen die Beteiligten ein Zeichen für eine nachhaltige Energiewende.



Newsletter-Anmeldung
Schnellsuche
  • facebook RSS Feed