« zurück zur letzten Seite « weitere Presseaussendungen
Sparpaket gegen öffentlichen Verkehr bringt nächsten großen Schritt in Richtung Sterben von Regionalbahnen in Oberösterreich
Sa, 10.07.2010 — 14:00
Entschieden gegen die geplante Ausdünnung des öffentlichen Verkehrs positionieren sich Oberösterreichs Grüne. LR Rudi Anschober: "Die Regionalbahnen leiden ohnedies bereits unter mehr als 77 Langsamfahrstrecken, davon 39 im Kernnetz. Wenn nun auch das Zugangebot auf den Regionalbahnen (alleine auf der Mühlkreisbahn 100.000 Jahreskilometer weniger) massiv ausgedünnt wird, dann ist dies der nächste große Schritte in Richtung Sterben von Regionalbahnen in Oberösterreich. Denn dann werden - wie schon seit der fehlenden Sanierung der Langsamfahrstrecken wieder viele Pendler auf die Strasse wechseln - und die Evaluierung der ÖBB wird plötzlich ergeben, dass sich die Strecken nicht mehr rechnen. Das ist eine durchschaubare Strategie ganz im Sinn eines Teils der ÖBB. Aber mit einem Wegfallen einzelnen Regionalbahnen, die das Rückgrat der Regionalverkehrskonzepte sind, wird insgesamt der Öffentliche Verkehr massiv abgebaut. Von daher ist die geplante Ausdünnung nur der nächste Dominostein."
Anschober verweist darauf, dass sich bereits über 4000 an der Aktion "Rettung und Attraktivierung der Regionalbahnen" beteiligt haben und der Widerstand zunimmt. Anschober: "Wir werden daher unser Engagement fortsetzen. Es ist ein schwerer Rückschlag für den ÖV und für den ländlichen Raum insgesamt, aber auch für den Großraum Linz, wenn nun immer mehr Menschen auf die Strasse wechseln und die Staus zunehmen."
Gerade in Zeit, in denen in den nächsten Jahren die Benzinpreise massiv ansteigen werden (steigende Ölpreise), wird damit vielen eine attraktive Alternative weggenommen. Unterstützt werden von den Grünen hingegen die Bemühungen, neue Verkehrsdiensteverträge und mehr Wettbewerb zu schaffen, da es nicht einzusehen ist, dass Oberösterreich etwa für einen ÖBB-Kilometer mehr bezahle als andere Bundesländer. Hier werde eine seit Jahren von den oö.Grünen vorgebrachte Kritik bestätigt.
aktuelle Presseaussendungen
- Oberösterreich nicht dem Schwerverkehr opfern!
- Externes Gutachten über umstrittene Stromleitung wird erstellt.
- Nach Merkels Kniefall vor der Atomlobby geht Kampf gegen Bedrohung Isar weiter
- Grossbaustellen Isar/Temelin/Mochovce
- Laufzeitverlängerung für deutsche AKW hochgefährlicher Kniefall vor Atomindustrie








