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Entscheidung über besseren Bienenschutz im Herbst
Mo, 09.08.2010 — 11:00
BM Berlakovich kündigt Entscheidung nach Abschluss des Forschungsprojektes im Herbst an
Laut aktuellem Bericht der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit wurden dem Institut für Bienenkunde im Jahr 2010 für den Zeitraum zwischen Auswinterung und Berichtsstichtag (23.6.2010) aus 64 Imkereibetrieben Vergiftungsverdachtsfälle gemeldet. Die betroffenen 80 Bienenstände verteilten sich auf 5 Bundesländer. Die Mehrzahl der Imker vermutete einen Zusammenhang mit dem Maisanbau.
In einem Schreiben appellierte deshalb Oö Umweltlandesrat Rudi Anschober an Bundesminister Berlakovich, die bienengefährdende Beize von Maissaatgut sofort zu stoppen und so wie in Deutschland und Italien ein flächendeckendes Verbot zu verhängen. Bereits 2009 kam es laut AGES österreichweit bei 618 Bienenvölkern zu Schäden in Maisanbaugebieten, davon betroffen waren 123 Völker in Oberösterreich.
Nun liegt auch die Antwort von Bundesminister Berlakovich vor, der in seinem Schreiben auf das Forschungsprojekt "MELISSA" verweist, welches die wissenschaftliche Abklärung eines Zusammenhangs von Bienenverlusten und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln in Mais- und Rapsanbaugebieten zum Thema hat. Das Forschungsprojekt habe eine Laufzeit von zwei Jahren und wird im Herbst 2010 abgeschlossen, so BM Berlakovich in seinem Schreiben, erst danach könne er abgesicherte Aussagen in dieser Thematik treffen.
"Ich hoffe daher, dass der Bundesminister sofort nach Abschluss der Studie die notwendigen Schritte für einen ausreichenden Bienenschutz einleiten und noch im Herbst ein Verbot der bienengefährdenden Maisbeize erlassen wird", so LR Rudi Anschober abschließend.
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