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Guter Start der Protest-Einwendungskampagne gegen Weiterbau von Temelin
Sa, 28.08.2010 — 14:00
Tschechiens Umweltminister agiert wie ein Industrieminister, Österreichs Bundesregierung auf Tauchstation.
Gut gelungen ist der Start der Protest-Einwendungskampagne des Landes gegen den Weiterbau von Temelin - in den ersten beiden Tagen haben bereits hunderte unterschrieben (Onlineaktion: Temelin). Heftige Kritik übt Oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober an den heutigen Aussagen des neuen tschechischen Umweltminister Pavel Drobil, der Temelin verteidigt und einen Strombedarf konstruiert. Anschober: "Schon jetzt ist Tschechien Stromexport-Europameister, die Produktion der bestehenden Temlinblöcke wird in Tschechien nicht benötigt - von Bedarf für weitere 2 Blöcke also nicht die Spur eines Bedarfs. Der Umweltminister zeigt mit seinen Aussagen aber auch, dass die UVP zu Temelin überhaupt keine ernsthafte Entscheidung ist, die Würfel sind längst gefallen."
Kritik übt Umwelt-Landesrat Rudi Anschober aber auch neuerlich an der österreichischen Bundesregierung, die auf Tauchstation sei: "Die UVP bricht - dies ist durch den EuGH belegt - Europarecht und dennoch schweigt die Bundesregierung. Die Protesteinwendungen richten sich daher auch gegen dieses Schweigen und das EU-rechtswidrige Verfahren."
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