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Laufzeitverlängerung für deutsche AKW hochgefährlicher Kniefall vor Atomindustrie
Mo, 06.09.2010 — 09:30
Umwelt-Landesrat Anschober will mit neuem Gutachten rasche Stilllegung von Isar 1 durchsetzen - Laufzeitverlängerung rechtlich wie politisch nicht haltbar.
Mit heftiger Kritik reagiert oberösterreichs Umwelt-Landesrat Rudi Anschober auf den nächtlichen Beschluss der deutschen Bundesregierung, die Laufzeit der deutschen AKW massiv zu verlängern. Anschober: "Das ist ein hochriskanter Kniefall vor den Gewinninteressen der offensichtlich allmächtigen deutschen Atomindustrie. Ein Beschluss, der allerdings nicht lange halten wird."
Anschober setzt darauf, dass das deutsche Höchstgericht einen derartig weit reichenden Beschluss unter Umgehung des deutschen Bundesrates nicht zustimmen wird. Und mit der deutschen Bundestagwahl 2013 werden dann ohnehin die Karten völlig neu gemischt. Gleichzeitig kündigt der Umwelt-Landesrat aber auch an, im Widerstand gegen das Risiko-AKW Isar 1 nicht nachgeben zu wollen: "Ein neues Sicherheitsgutachten ist bereits in Arbeit. Die Schwachstellen des Risikoreaktors sind viel zu gravierend, sodass ein jahrelanger Weiterbetrieb anstatt der bisher für 2011 geplanten Stilllegung politisch nicht durchsetzbar sein wird."
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