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Der neue Schwachstellenbericht über den Altreaktor Isar 1 im Auftrag des Landes Oberösterreich.
Fr, 08.10.2010 — 10:00
Schwachstellenbericht
Siedewasserreaktoren Baulinie 69
Umwelt-Landesrat Rudi Anschober präsentierte heute eine im Auftrag der Anti-Atom-Offensive Oberösterreichs erstellte Schwachstellenanalyse des deutschen AKW Isar 1 und der entsprechenden Baureihe SWR 69. Von acht Nuklearexperten unter Leitung des Risikoforschers Univ-Prof. Wolfgang Kromp. Darin werden gravierende Schwächen dokumentiert, die nicht nachrüstbar seien. Umwelt-Landesrat Rudi Anschober fordert als Konsequenz eine sofortige Einleitung der Stilllegung und kündigt an, dass Oberösterreich alle politischen und rechtlichen Handlungsmöglichkeiten gegen Isar 1 nützen wird.
LR Anschober: "Eine Laufzeitverlängerung wäre nach diesen Daten völlig verantwortungslos. Ich appelliere daher an die Regierung Berlin und München, die Sicherheitsinteressen vor die Gewinninteressen zu stellen und die Laufzeitverlängerung zurückzunehmen." Darüber hinaus fordert Anschober auch viel mehr Engagement von der österreichischen Bundesregierung: "Derzeit gibt es nur weiche Scheinmaßnahmen. Die Bundesregierung muss sofort die Rechtsschritte überprüfen und unter anderem die Durchführung einer grenzüberschreitenden strategischen Umweltprüfung einfordern."
Zur morgigen Großkundgebung in München gegen die Laufzeitverlängerung erwartet Anschober 10.000 Teilnehmrer/innen, darunter hunderte aus Österreich, die eine 10 km lange Menschenkette bilden werden. "Der Widerstand wächst, die Vernunft wird sich durchsetzen, auch weil die Laufzeitverlängerung unglaublich schlampig vorbereitet wurde und uns daher eine ganze Reihe rechtlicher Möglichkeiten geboten werden", so Anschober.
Die Ergebnisse der Schwachstellenanalyse finden Sie im Anhang. Rückfragen: Univ. Prof. Dr. Wolfgang Kromp: +43 6649121801








