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Fund von GVO-Leinsamen zeigt, dass EU-Importkontrollen dringend verschärft werden müssen
Di, 02.03.2010 — 15:00
Erstmals ist in Österreich gentechnisch veränderter Leinsamen aufgetaucht. Eine steirische Firma hatte den als Bio-zertifizierten Leinsamen aus Italien importiert. In diesen Proben waren Spuren von Gen FP967 nachweisbar, das von einem abgebrochenen GVO-Aussaat-Versuch in Kanada stammt, in der EU nicht zugelassen ist und daher nicht nach Europa importiert werden hätte dürfen. "Der GVO-Fund zeigt, dass die EU-Importkontrollen drastisch verbessert werden müssen", so der oö Konsumentenschutzlandesrat Rudi Anschober. Der Anbau von GVO-Pflanzen sinkt zwar innerhalb der EU deutlich, nimmt aber in anderen Teilen der Welt - Brasilien, Argentinien, Kanada, USA - deutlich zu. Anschober: "Daher muss die EU durch scharfe Import-Kontrollen die Versuche in Europa schützen. Das funktioniert noch nicht ausreichend."
Zweite notwendige Konsequenz: Nach Ansicht Anschobers müssen die EU-Regeln geändert werden, damit es nicht mehr möglich ist, dass eine Ware ausgeliefert wird, bevor die Kontrollergebnisse vorliegen. Mit beiden Initiativen wird sich Anschober an die EU-Kommission wenden.
LR Anschober: "Der Vorfall zeigt zudem, wie wertvoll die Biosiegel Österreich sind, nur die kontrollierten Bio-Gütesiegel garantieren, dass auch drin ist, was drauf steht."
Oberösterreich wird sich mit den beiden EU-Forderungen an den zuständigen GVO-Kommissar John Dalli wenden, um Druck für eine dringende Reform in diesem Bereich zu erzeugen. Positiv bewertet Anschober die rasche Reaktion der Behörden. Die Ware wurde gesperrt, die betroffene Firma hat eine Rückrufaktion gestartet, von gut zwei Tonnen konnte der allergrößte Teil zurückgeholt werden.
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