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Oberösterreichs Anti-Gentechnikpolitik setzt sich in Europa durch.

Mo, 08.03.2010 — 10:00

Heuer kein Anbau von Gentechnik-Mais in Deutschland - GVO-Anbauflächen in Europa im Vorjahr deutlich gesunken.

Oberösterreich ist seit 2003 die Speerspitze in Europa im Kampf gegen den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft. Die von Oberösterreich gegründete Allianz der GVO-freien Regionen wird bereits von 51 Regionen der EU unterstützt, die Druck auf die Mitgliedsstaaten und die EU-Kommission machen und ein Selbstbestimmungsrecht der Regionen einfordern. Der vor Jahren von den GVO-Multis geplante Vormarsch der Gentechnik in Europa konnte so nicht nur gestoppt werden, sondern der GVO-Anbau in Europa geht nun sogar deutlich zurück.

Im Jahr 2009 ist die Fläche mit Gentechnikanbau in Europa von knapp 108.000 ha im Jahr 2008 um fast 15 % auf ca. 92.000 ha gesunken. Das sind 0,78 Prozent der gesamten europäischen Maisanbaufläche (14 Millionen Hektar).

Vor allen in den Ländern Spanien, Tschechien, der Slowakei und Rumänien ist der Anbau von GVO rückläufig.

Fix ist auch, dass es im heurigen Jahr keinen Anbau von GVO-Mais in Deutschland geben wird, nachdem das Klageverfahren des Agrobiotech-Unternehmens Monsanto gegen die von Landwirtschaftsministerin Ilse Aigner ausgesprochene Aussetzung der EU-weiten Zulassung von MON801-Mais „ruhend gestellt" wurde. Nun wollen die Beteiligten die Angelegenheit außergerichtlich erörtern.

Anschober abschließend: „Die Chancen stehen sehr gut, dass wir uns gegen die Gentechnik-Multis durchsetzen können. 2010 wird dafür ein Entscheidungsjahr, in dem wir eine Positivkennzeichnung für gentechnikfreie Lebensmittel und das von Kommissionspräsident Barroso in seinen Leitlinien versprochene Selbstbestimmungsrecht der Regionen durchsetzen wolle. Das wäre der endgültige Durchbruch."

 



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