Wenn wir unsere Einkäufe im Plastiksackerl nach Hause tragen, trägt die Umwelt die Konsequenzen. Allein in Oberösterreich werden jährlich rund 70 Mio. Stück Plastiksackerl in Umlauf gebracht, pro EinwohnerIn in Österreich gibt die EU-Kommission durchschnittlich 51 Sackerl pro Jahr an. Meist wird das Plastiksackerl nur ein einziges Mal zum Tragen von Einkäufen verwendet – durchschnittlich 12 Minuten – anschließend landet es im Abfall. Was bleibt, ist ein Plastikmüllberg aus Oberösterreichs Haushalten, der teuer entsorgt werden muss. Das ist nicht nur eine unnötige Verschwendung von Ressourcen, sondern verursacht zudem auch noch überflüssige CO2-Emissionen. Plastik braucht bis zu 400 Jahre, bis es verrottet, bei der Produktion wird Erdöl und eine große Menge Energie benötigt und die Entsorgung kann die Umwelt belasten.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: „Kunststoffe brauchen wir in verschiedenen Lebensbereichen wie etwa der Medizin dringend. Für Plastiksackerl ist dieser wertvolle Rohstoff jedoch eine völlige Verschwendung in vielerlei Hinsicht: Plastiksackerl benötigen in der Herstellung viel Energie und endliche Rohstoffe und zerfallen nur sehr langsam, was die Umwelt stark belasten kann. Es gibt nur zwei Lösungsmöglichkeiten: ein Plastiksackerlverbot wie z. B. in Italien oder aber die Vermeidung durch gut informierte, mündige KonsumentInnen. Eine fair gehandelte, aus Bio-Baumwolle hergestellte Stofftasche, die noch beim hundertsten Besuch beste Dienste erweist, ist eine optimale Alternative zum Einweg-Plastiksackerl.“

Wer ein Stoffsackerl verwendet und mit gutem Beispiel vorangeht, leistet einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Ob wiederverwendbare Stofftasche, Rucksack oder Fahrradkörberl – Mehrweg ist eindeutig die Alternative. Das Einkaufen bewusst zu planen spart an der Kassa das 'Bitte ein Sackerl' und obendrein noch Geld: Bei 20 bis 50 Cent pro Sackerl sind das in Summe 24 - 60 Euro pro Haushalt im Jahr!

 

> Mehr Infos finden Sie unter http://www.anschober.at/presse/artikel/initiativen-zur-eindaemmung-des-plastik-muellbergs-beispiel-stofftasche-statt-plastiksackerl/