29 April 2017

Arbeitsmarktintegration für Schutzsuchende beginnt in Oberösterreich gut zu funktionieren

Durch neue Erfolge bei Bundesregierung sind nun sieben Tätigkeiten für Asylwerber/innen legal - erstmals auch Arbeitserprobung und Dienstleistungsscheck - neuer Wegweiser von AMS und Integrationsressort online unter zusammen-helfen.at/beschaeftigung

Knapp 20.000 Menschen sind im Rahmen der aktuellen Fluchtbewegung nach Oberösterreich gekommen, ein Gutteil von ihnen befindet sich als Asylwerbende noch in den Asylverfahren. Integrationslandesrat Rudi Anschober versucht alles, damit im Gegensatz zu früheren Fluchtbewegungen, nach denen Integration teilweise nicht gelungen ist, nun diese Wartephase offensiv für Integration und Vorbereitung auf den Arbeitsmarkt genutzt wird. Etwa erstmals durch ein flächendeckendes Angebot von Deutschkursen (in den vergangenen 12 Monaten 13.250 Kursplätze), aber auch durch die Ermöglichung sinnvoller Tätigkeiten. Direkte Arbeit ist den Asylwerber/innen ja verboten, nun ist es aber schrittweise gelungen, sieben Bereiche von Arbeit und Beschäftigung zu legalisieren. 

Wie ist die aktuelle Situation für jene, die bereits einen Positivbescheid haben und damit arbeitsberechtigt sind: Rund 3.000 Asylberechtigte sind derzeit in Oberösterreich entweder als arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungen. Das ist ein relativ kleiner Teil an der Gesamtarbeitslosenzahl. Im ersten Quartal 2017 konnten in OÖ weitere 417 Asylberechtigte aus dieser Gruppe einen Arbeitsplatz finden. Der Zugang zum Arbeitsmarkt funktioniert also schneller und besser als erwartet.

Auch bei den Asylwerber/innen entwickelt sich – trotz hoher Barrieren und der Tatsache, dass grundsätzlich bis auf wenige Ausnahmen ein Arbeitsmarktzutritt verwehrt ist – bereits einiges vielversprechend: bereits 167 Asylwerber/innen befinden sich in OÖ in einem Lehrverhältnis (bundesweit 417), weitere 131 sind aktuell in der Saisonarbeit tätig und bereits 45 haben die neue Möglichkeit des Volontariats, also von Schnuppertagen in Betrieben, genutzt.

Integrations-Landesrat Rudi Anschober: „Im vergangenen September ist es mir gelungen, eine Mehrheit in der Landesregierung für einen besseren Zugang zum Arbeitsmarkt auch für Asylwerber/innen zu erreichen. Nun ist die Hälfte der Forderungen durchgesetzt. Dazu zählen aktuell die Legalisierung der Arbeitserprobung (Schnuppertage) und die Öffnung des Dienstleistungsschecks für Asylwerbende. Damit sind sieben Tätigkeitsbereiche legalisiert. Was wie zulässig ist und was beachtet werden muss, haben AMS und Integrationsressort nun in einem eigenen Wegweiser Arbeitsmarkt zusammengestellt - zu finden online unter zusammen-helfen.at/beschaeftigung. Eine gute Anleitung für Tätigkeiten während der Wartezeit - auch als Vorbereitung auf die wirkliche Jobintegration nach dem Bescheid. Mein Ziel ist es dabei, vor allem die vielen Mangelberufe in Oberösterreich zu nützen - das hilft allen: die Wirtschaft findet Mitarbeiter/innen für bisher unbesetzte Jobs, die Schutzsuchenden Arbeit und damit Selbständigkeit und wir vermeiden damit Konkurrenz am Arbeitsmarkt."