23 Dezember 2016

Herbergssuche für geflüchtete Menschen ist in Oberösterreich gut gelungen

LR Rudi Anschober: „Kurz nachdem ich das Ressort Asyl und Integration vor einem Jahr übernommen habe, habe ich einerseits viele BürgermeisterInnen von der notwendigen Solidarität überzeugt und das starke oö. Netzwerk „ZusammenHelfen in OÖ – Gemeinsam für geflüchtete Menschen“, in dem neben den NGOs auch Sozialpartner, Bildungseinrichtungen oder die Kirchen vertreten sind, gegründet und zur „Herbergssuche“ aufgerufen. Denn wir waren damals dringend auf der Suche nach ausreichend menschenwürdigen Quartieren für Flüchtlinge. Dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung, dem Engagement von so vielen, ist uns diese Herbergssuche gut gelungen: Heute beherbergen wir rd. 13.250 Personen in der Grundversorgung in Oberösterreich und erfüllen damit als eines von drei Bundesländer die vom Bund vorgegebene Quote zu 100%.“

Aktuell befinden sich in Oberösterreich 13.254 Personen in Grundversorgung, davon sind 12.805 Personen in Landesgrundversorgung und 449 in Bundesgrundversorgung. Seitens des Landes werden über 10.500 Menschen in 513 Quartieren im ganzen Land dezentral verteilt in rund 85% der Gemeinden in ganz Oberösterreich beherbergt, zusätzlich konnten bereits 2.292 Personen via Privatverzug in private Wohnungen umziehen, während sie noch im Verfahren sind und auf ihren Asylbescheid warten.

Zu Beginn des heutigen Jahres waren 10.973 Personen in Landesgrundversorgung, somit konnten auch heuer noch weitere Quartiersplätze geschaffen werden, um geflüchteten Menschen einen adäquaten Schutz zu ermöglichen. 2016 hat Oberösterreich rund 4.000 Menschen allein vom Bund in die Landesgrundversorgung übernommen, weitere Menschen konnten durch Familienzusammenführung einziehen. Aktuell stehen rund 700 Quartiersplätze, verteilt über alle Quartiere in OÖ, als Reserve bereit, auch mit dem Ziel, nicht erneut „überrascht“ zu werden, sollten die Asylantragszahlen ansteigen und vermehrt Geflüchtete Schutz in Österreich suchen.

LR Anschober: „Die Herbergssuche haben wir aktuell sehr gut gemeistert, nun folgt aber die noch viel größere Herausforderung, nämlich die Integration dieser Menschen. Allein in diesem Jahr wurden rund 7.000 Menschen aus der oö. Grundversorgung entlassen, die Mehrheit aufgrund eines positiven Asylbescheids oder eben wegen Privatverzug . Diese Menschen müssen sich jetzt selbstständig am Wohnungs-, Arbeits- oder Bildungsmarkt behaupten. Damit dies möglichst gut funktioniert, habe ich schon vor dem Bund die Devise „Integration ab Tag 1 in der Grundversorgung“ ausgegeben, so wird die oftmals lange Zeit bis zum Bescheid optimal genutzt z.B. mit Deutschlernen, sodass die Grundlage für die Integration gegeben ist. Hier müssen wir auch die nächsten Jahre über gemeinsam daran arbeiten.“