29 Oktober 2018

Immer mehr Unterstützung durch VertreterInnen von Wirtschaft und Kirchen für eine Lösung der Vernunft für AsylwerberInnen in Lehre

(Linz) Bereits deutlich mehr als 1.000 Unternehmen, darunter auch prominente Wirtschaftstreibende wie Porr-CEO Karl-Heinz Strauss, Spar Warenhandels-Vorstandsdirektor Gerhard Drexel und Rewe-International-Vorstand Marcel Haraszti unterstützen die Initiative „Ausbildung statt Abschiebung“ von Oberösterreichs Integrationslandesrat Rudi Anschober gegen die Abschiebung von Lehrlingen während ihrer Ausbildung und für eine neuerliche Öffnung von Lehrlingsmangelstellen für junge AsylwerberInnen. Nun positionieren sich auch immer mehr VertreterInnen der Kirchen.

Direkte Unterstützung für die Initiative kommt von Innsbrucks Diözesanbischof Hermann Glettler mit dem Zitat: „Asylsuchende Jugendliche, die nahezu eine fertige Lehre haben, dürfen aus menschlichen und volkswirtschaftlichen Gründen nicht abgeschoben werden. Zudem schädigt das die Integrationskräfte in unserer Gesellschaft.“

Aber auch andere Bischöfe, wie etwa der Linzer Bischof Scheuer haben die Abschiebungen von Lehrlingen mehrfach kritisiert.

Moralische Unterstützung für die Initiative kommt auch von den Ordensgemeinschaften: "Aus christlich-sozialer Verantwortung plädieren wir für eine Änderung der migrationsfeindlichen Haltung, der Verrohung der Sprache und der herzlosen Auslegung des Gesetzes", so die Präsidentin der Vereinigung von Ordensfrauen Sr. Beatrix Mayrhofer und der Vorsitzende der Männerorden Abt em. Christian Haidinger. "Gerade weil geltendes Gesetz zur Anwendung gebracht wird, zeigt sich, dass dieses Recht zu schreiendem Unrecht wird, wenn es den Blick auf den Menschen verliert", mahnten sie.

 „Die Initiative für eine Lösung der Menschlichkeit und der wirtschaftlichen Vernunft wird immer breiter getragen. Wir werden so lange weitermachen und weiterwachsen, bis wir uns durchgesetzt haben. Ich appelliere neuerlich an den Bundeskanzler, die bisherige Gesprächsverweigerung zu beenden und endlich ein Gespräch über Lösungsoptionen zu ermöglichen.“