28 November 2016 ,

"Initiativen zur Eindämmung des Plastik-Müllbergs“: Beispiel: Stofftasche statt Plastiksackerl & Tipps gegen verstecktes Mikroplastik in Kosmetika

Kunststoffe brauchen wir in verschiedenen Produktionsbereichen dringend – von der Medizin bis zu Solarkollektoren. Für den gedankenlosen Massenverbrauch ist die Verwendung dieses Rohstoffs allerdings eine Verschwendung, zudem extrem belastend für unsere Umwelt und das Klima. Bei der Herstellung werden viel Energie und endliche Rohstoffe verbraucht, langfristig leidet unsere Umwelt, v.a. unsere Gewässer unter der langsamen Zerfallsdauer. Aber nicht nur Plastiksackerl, Verpackungsmaterial oder PET-Flaschen tragen zu absolut vermeidbaren Plastik-Müllbergen bei, auch verstecktes Mikroplastik ist z.B. in unserer täglichen Kosmetik enthalten, kann gesundheitliche Folgen haben und gelangt über die Abwässer in unsere Umwelt. Jährlich verenden hunderttausende Meerestiere qualvoll, weil sie die im Meer treibenden Plastikteile mit ihrer Nahrung verwechseln. Mehrere Initiativen sollen gezielt den Einsatz von Plastik, z.B. Tragetaschen, eindämmen und Bewusstsein schaffen. In OÖ wurden aus dem Umweltressort von LR Anschober daher seit 2011 schon über 60.000 umweltfreundlich bedruckte, fair produzierte Stofftaschen verteilt. Zunehmend ist der Einsatz von Kunststoff-Teilchen in der Kosmetikindustrie, etwa bei Peeling-Produkten oder aber auch noch kleiner oder flüssig in Make-up oder Haarpflege-Produkten. Mikroplastikhältige Körperpflege-Produkte stellen zwar nur einen Teil des Plastik-Problems dar, jedoch einen vermeidbaren. LR Anschober: „Der Eintrag von Plastik in die Umwelt muss drastisch reduziert werden. Ein Verzicht von Mikroplastik in Kosmetika wäre ein kleiner, aber machbarer Schritt. Mein Appell richtet sich an die EU, den Einsatz von Mikroplastik zu regeln, damit ein merkbarer Effekt zur Vorsorge für Gesundheit und Umwelt erzielt wird. Gleich heute können wir aber beim Kauf von Kosmetika ein paar Tipps beachten und so bestmöglich die Hände lassen von Plastik auf Haut und Haaren – und damit in der Umwelt.“ Das oö. Umweltressort setzt daher in den kommenden Wochen bis Weihnachten einen Schwerpunkt zur Vermeidung von Plastik-Verschwendung.

Problem Plastiksackerl: Konkrete Initiativen gegen 1.000 Tonnen Kunststoff-Müll allein aus oö. Haushalten

Allein in OÖ werden jährlich rund 70 Mio. Stück Plastiksackerl in Umlauf gebracht, pro Einwohner/in in Österreich gibt die EU-Kommission durchschnittlich 51 Sackerl pro Jahr an. Meist wird das Plastiksackerl nur ein einziges Mal zum Tragen von Einkäufen verwendet – durchschnittlich 12 Minuten – anschließend landet es im Abfall. Was bleibt, ist ein Plastikmüllberg von jährlich ca. 1.000 Tonnen Kunststoff aus OÖs Haushalten. Das ist nicht nur eine unnötige Verschwendung von Ressourcen, sondern verursacht zudem auch noch überflüssige CO2-Emissionen. Plastik braucht bis zu 400 Jahre, bis es verrottet, bei der Produktion wird Erdöl und eine große Menge Energie benötigt und die Entsorgung kann die Umwelt belasten.

LR Anschober: „Wenn wir unsere Einkäufe im Plastiksackerl nach Hause tragen, trägt die Umwelt die Konsequenzen. Sowohl auf EU- als auch auf Bundes-Ebene sind erste Ziele und Maßnahmen zur Verringerung schon entstanden. Es gibt nur wenige Länder, die ein so hoch entwickeltes Abfall- und Recyclingsystem haben wie Österreich, wir können hier gemeinsam ein Zeichen setzen auch für andere Länder. Eine Kampagne aus meinem Ressort läuft seit 2011: Über 60.000 Stofftaschen aus fairer Bio-Baumwolle wurden seither verteilt, um den Konsument/innen eine optimale Alternative zum Einweg-Sackerl mitzugeben, die noch beim hundertsten Einkauf beste Dienste erweist. Es gibt nur zwei Lösungsmöglichkeiten: ein Plastiksackerlverbot wie z. B. in Italien oder aber die Vermeidung durch gut informierte, mündige Konsument/innen.“

 

Initiative "Plastik(sackerl). So ein Mist!“ des Umweltressorts

Das Oö. Umweltressort führt seit 2011 die Kampagne „Plastik(sackerl). So ein Mist!“ zur Verringerung des Einsatzes des Wegwerfsackerls durch – mit dem Ziel, mittelfristig in Oberösterreich zumindest eine Halbierung zu erreichen. Für die Bewusstseinsbildung wurden seither über 60.000 fair gehandelte Öko-Stofftaschen an Konsument/innen ausgegeben, die zum Umweltschutz beitragen möchten.

Durch eine eigene Aktion des Klimabündnis OÖ mit oö. Schulen wurden Schüler/innen und Eltern mit ganz individuell bemalten Stofftaschen mit ins Boot geholt.

LR Anschober: „Ob wiederverwendbare Stofftasche, Rucksack oder Fahrradkörberl – Mehrweg ist eindeutig die Alternative zum Plastiksackerl. Einkäufe bewusst planen spart an der Kassa das 'Bitte ein Sackerl' und obendrein noch Geld: Bei 20 bis 50 Cent pro Sackerl sind das jährlich in Summe 24 - 60 Euro pro Haushalt!"

 

Weitere Initiativen in OÖ

  • „Sackamt“ in Ottensheim

    Im Herbst 2014 fiel in Ottensheim der Startschuss, um den Freitagsmarkt plastiksackerl-frei zu machen: In der gelben Waschmaschine des „Sackamts“ können seither ungenutzte Stofftaschen in allen Farben und Größen abgegeben werden, werden dann gewaschen und am Markttag werden sie frisch gewaschen den Konsument/innen und Marktstandler/innen wieder zur Verfügung gestellt.
  • #ichbinsoplastikfrei im Mühlviertler Kernland

    Die Initiative #ichbinsoplastikfrei rund um Conny Wernitznig hat sich im Sommer 2014 in Freistadt gegründet, um gemeinsam wirksame Aktionen gegen Berge von Plastikmüll zu setzen. In einem ersten Schritt soll die Region Mühlviertler Kernland zur Vorbildregion werden, Unterstützung gibt es durch die Leaderregion, wo das Thema „plastikfrei“ auch in der Entwicklungsstrategie als Schwerpunkt festgeschrieben ist. Über die Website www.ichbinsoplastikfrei.at und Social Media, aber natürlich auch im direkten Kontakt bei verschiedenen Veranstaltungen und über eine Karten-Sammelaktion werden immer mehr Menschen auf das Problem Plastikmüll aufmerksam gemacht und alternative Produkte bekannt gemacht, aktuell etwa nachhaltige Becher für die Punschzeit. Bisher wurden z.B. schon Stoffsackerl-Stationen zum kostenlosen Ausleihen an Nahversorger-Kassen eingerichtet, ein Kino-Spot für die Bewusstseinsbildung in den oö. Programmkinos gezeigt, für die Zukunft sind z.B. internationale Treffen zum Wissensaustausch geplant.

 

Die EU-Initiative zur Eindämmung von Plastiksackerln

Seit der Zustimmung des Europaparlaments im April 2015 zur Reduzierung von sog. leichten Kunststofftragetaschen (Wandstärke unter 50 Mikron) in der EU steht fest: Bis 2019 muss der durchschnittliche Jahresverbrauch an Plastiksackerln pro Person in der EU auf 90, bis 2025 auf 40 Sackerl gesenkt werden. Es bleibt den Mitgliedstaaten überlassen, ob sie die Sackerl kostenpflichtig machen oder ob sie die Ziele mit anderen Maßnahmen erreichen.

Frankreich und Italien haben die Einweg-Plastiktragetaschen bereits gesetzlich verboten. In Irland hat eine Abgabe auf den Vertrieb von Plastiktüten (Abgabe je Plastiktüte 44 Cent) zu einem Rückgang von 328 Plastiktüten auf 18 Plastiktüten pro Einwohner/in im Jahr geführt.

 

Österreichs Pakt zur Verringerung von Einwegtragetaschen

In einem gemeinsamen Pakt 2016-2025 zur Vermeidung von Tragetaschen haben Umweltminister Rupprechter, NGOs und Handel Ziele und Maßnahmen zur Reduzierung des Plastiksackerls festgehalten. Die freiwillige Vereinbarung läuft seit 1. Juli 2016, damit schon vor der EU-Richtlinie und ist durch die Zielsetzung von 25 Sackerl pro Person pro Jahr auch ambitionierter als die EU-Richtlinie.

Tragetaschen werden in Zukunft nur noch kostenpflichtig an die Konsument/innen abgegeben. Von dieser entgeltlichen Abgabe sind lediglich die Frischebereiche wie Gemüse- und Obstabteilungen ausgenommen. Allerdings werden die sogenannten Knotenbeutel im Kassenbereich nicht mehr zur freien Entnahme angeboten. Zusätzlich soll die Kundeninformation verbessert, der Einsatz von Mehrwegtragetaschen forciert und Umweltprojekte gefördert werden. Eine Evaluierung soll jährlich erfolgen.

Die Vereinbarung wurde von folgenden Erstunterzeichnern mitgetragen: Reiter Betten & Vorhänge GmbH, Lidl Österreich GmbH, Handelsverband, MPREIS Warenvertriebs GmbH, Deichmann, REWE International AG, Hofer KG, SPAR, Unimarkt, Media Saturn, Tchibo/Eduscho und Schäfer Shop.

LR Anschober abschließend: „Der gesetzliche Rahmen durch die EU sowie der österreichische Pakt zur Verringerung von Plastiksackerln sind ein guter erster Schritt. Aber weitere müssen folgen, denn klar ist, dass langfristig noch viele weitere Einweg-Plastikprodukte zu verbannen sind, die unserer Umwelt nur schaden und kaum besonders nutzbar sind. So brauchen wir etwa strengere Vorschriften für ein umweltverträgliches Produkt- und Verpackungsdesign. Auch bei den Produkten selbst kann darauf geachtet werden, wie gut diese wiederverwertbar oder verwendbar sind. Oberösterreich hat den Weg der Kreislaufwirtschaft bereits eingeschlagen, viele Einrichtungen helfen beim Selbst-Reparieren, aber auch das Konzept ReVital bereitet ausgemusterte Produkte wieder auf, um sie günstig aber qualitätsvoll wiederzuverkaufen. Das ist die Zukunft.“

 

Tipps, um Plastik-Müll ganz einfach einzudämmen

Plastik ist aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Doch brauchen wir wirklich diese Mengen? Nicht immer gibt es bereits die passenden Alter­nativen, aber oftmals können Plastik-Produkte einfach ersetzt oder vermieden werden. Ein paar Tipps:


Reduktion von Plastik im Alltag

  • Stoff­taschen für Einkäufe immer mit dabei haben.
  • Trinkflaschen und Mehrweg­flaschen statt ständig neuer PET-Flaschen, einfach und gesund ­befüllbar und geldsparend.
  • Beim Einkauf loses Obst und Gemüse, möglichst wenig verpackte Produkte kaufen anstatt bereits vorgepackter Mengen.
  • Nachfüllverpackungen z.B. bei Putz- oder Waschmitteln wählen.
  • Bewusstseinsbildung in der eigenen Umgebung schaffen.


Wiederverwendung

  • Wenn ein Plastiksackerl gekauft wird, benützen Sie Ihr Einkaufs­sackerl mindestens 5-mal, anstatt es sofort weg­zu­schmeißen. Damit ver­ringern Sie Ihren Plastik­sackerl­müll bereits um 80 %!
  • Trennen Sie Ihren Müll. Damit erleichtern Sie beispielsweise die Wieder­verwertung von Plastik­flaschen im großen Stil.

 

Peeling, Shampoo, Make-up: Mikroplastik in Kosmetik

In zahlreichen Produkten versteckt sich ein Inhaltsstoff, den man absichtlich nur ungern auf die Haut auftragen würde: kleine Kunststoffteilchen. Manche Produkte bestehen zu 10 % aus diesen Plastikpellets, die von der Werbung gern als „Wundermittel“ verkauft werden, z.B. als „extra-gründliches“ Peeling, in dem pro Tube bis zu 2,8 Millionen Kunststoffteilchen enthalten sein können.

Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Nylon-12, Nylon-6, Acrylates  Copolymer (AC), Acrylates/ C10-30 Alkyl Acrylate Crosspolymer (ACS), Polymethyl methacrylate (PMMA), Polyquaternium-7 (P-7). Dies sind nur einige der Kunststoffe, die als Mikroplastik in Kosmetik-Produkten verwendet werden, flüssig, winzig klein oder bis zu 5 Millimeter groß, oftmals eigens industriell hergestellt. Obwohl diese Inhaltsstoffe an den Produkten angegeben werden müssen, bleibt es für die Konsument/innen oftmals unklar, was sich dahinter verbirgt, und dass Mikroplastik überhaupt in unserer Kosmetik enthalten sein kann.

Industriell produziertes Mikroplastik kommt vor allem in alltäglichen Pflegeprodukten und Kosmetika vor, weil es kostengünstig und vielseitig einsetzbar ist: Beispielsweise als feine Kügelchen in Peelings, Duschgelen, aber auch in Shampoos, Make-Up, Lippenstiften oder Sonnencremes; in flüssiger oder gelartiger Form wird Kunststoff auch als Füllstoff und Bindemittel verwendet. Und Kinder-Produkte lässt es glitzern oder schön bunt aussehen.

 

Wie Mikroplastik Umwelt und Gesundheit schadet

Ohne es zu ahnen, können wir Kosmetik-Produkte also Flüsse und Meere mit Plastikmüll verschmutzen, denn aufgrund seiner geringen Größe passiert Mikroplastik meist ungehindert die Kläranlagen. So gelangen Plastik-Mengen in unsere Gewässer und weiter ins Meer, sind schädlich für Umwelt und Tierwelt, und über die Nahrungskette auch für die menschliche Gesundheit. Besonders gefährlich ist dabei, dass Mikroplastik Schadstoffe anzieht.

Inwiefern sich Mikroplastik auf die menschliche Gesundheit auswirken kann, ist noch wenig untersucht.

 

Alternativen zu Mikroplastik in Kosmetika: Tipps für Konsument/innen

Konsument/innen können sich z.B. über Apps über die in Produkten enthaltenen Stoffe informieren. Andererseits kann Mikroplastik aber in Kosmetika durch in der Natur vorkommende Stoffe leicht ersetzt werden, wie dies in der Naturkosmetik passiert.

 

Produkte mit Mikroplastik-Inhaltsstoffen erkennen

  • Prüfung der Inhaltsstoffliste des jeweiligen Produktes. Hilfreich:
  • Die Smartphone-App „Codecheck“ informiert anhand des Barcodes über alle bedenklichen Inhaltsstoffe, basierend auf den Einschätzungen des BUND, sagt, ob und welche Art von Mikroplastik enthalten ist, und schlägt Alternativen vor.
  • Die App „Beat the Microbead“ erkennt durch das Scannen des Barcodes, ob Mikroplastik in einem Produkt enthalten ist oder nicht. Angeschlossen ist hier auch eine Kampagne gegen den problematischen Inhaltsstoff.

 

Immer ohne Mikroplastik: Naturkosmetik

Für zertifizierte Naturkosmetik-Produkte ist Mikroplastik nicht zugelassen. Die Hersteller verwenden stattdessen pflanzliche oder mineralische Stoffe: etwa Tonerde, Kreide, Kieselmineralien oder Salz, getrocknete und gemahlene Nussschalen, Oliven-, Aprikosen und Traubenkerne oder Weizenkleie im Peeling, fein gemahlene Mineralien und Edelsteine in Puder und Lidschatten. Echte Naturkosmetik erkennt man an den Siegeln von Natrue, BDIH, Ecocert, Naturland oder Demeter.

 

Reaktion der Hersteller

Die Kosmetikindustrie ist sich bewusst, dass Kunststoffe in ihren Produkten negative Auswirkungen auf die Umwelt haben können. Teilweise haben sich auch große Hersteller bereits freiwillig dazu verpflichtet, in Zukunft auf den Einsatz von Mikroplastik zu verzichten.

Die Erkenntnisse der vergangenen Jahre zum Thema Mikroplastik und die Proteste der NGOs haben Bewusstsein geschaffen: Viele Unternehmen haben angekündigt, Partikel-Plastik aus ihren Produkten zu verbannen – darunter auch Branchenriesen. Leider sind viele dieser Versprechen etwas vage und mit langen Fristen formuliert und manche Hersteller sagen nur zu, ganz bestimmte Kunststoffe wie PE zu ersetzen.

 

Kritik an Selbstverpflichtung: Nach wie vor enthält jedes dritte Gesichtspeeling Polyethylen

Eine Evaluierung der Verbraucher-Plattform Codecheck in Kooperation mit BUND sieht die Konsequenzen dieser freiwilligen Selbstverpflichtung von Kosmetik-Firmen äußerst skeptisch: Eine aktuelle Untersuchung von rund 103.000 Kosmetikprodukten im Vergleich der Jahre 2014 und 2016 zeigt sogar eine Zunahme an Mikroplastik, etwa bei Make-up stieg der Anteil der betroffenen Produkte von 7,9 auf 8,3%. Nach wie vor enthält jedes dritte untersuchte Gesichtspeeling und mehr als jedes zehnte Körperpeeling Polyethylen. „Mikroplastik befindet sich auch in Produkten, in denen es bisher kaum vermutet wurde. Polyquaternium-7 steckt beispielsweise in jedem vierten untersuchten Duschgel und Nylon-12 in jedem zehnten Make-up“, sagte Franziska Grammes von Codecheck. Dass Kunststoffe den Kund/innen nicht auffallen, liegt auch an unterschiedlichen Definitionen von Mikroplastik. So würden viele Hersteller lediglich Polyethylen als Mikroplastik anerkennen, nicht jedoch Kunststoffe wie Nylon-12, Acrylates Copolymer oder Acrylate Crosspolymer. Doch auch diese und viele andere Stoffe sind nach wissenschaftlichen Definitionen als Mikroplastik einzustufen.

LR Anschober: „Dort, wo die freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen für die Reduzierung von Mikroplastik in Kosmetika nicht ausreicht, braucht es härtere Maßnahmen. In den USA, Kanada und den Niederlanden wurde Mikroplastik in Kosmetika bereits zum Teil verboten, nachhaltige Produzenten beweisen zudem, dass es gute Alternativen gibt. Damit appelliere ich an die EU, sich dieses Themas anzunehmen, gerade wo auch die gesundheitlichen Folgen von Mikroplastik im menschlichen Körper noch viel zu wenig bekannt sind, und eine entsprechende Richtlinie zum Ausstieg aus Mikroplastik in Kosmetika aufsetzt. Die Lösung für dieses globale Problem kann nur auf Unionsebene erfolgen.“