7 März 2017

Kriminalitätsstatistik: Probleme ernst nehmen, Diskussion versachlichen

Integrations-Landesrat lädt Exekutive & Betreuungsorganisationen der Grundversorgung zu Arbeitsgespräch – gemeinsames Projekt KLM ist der richtige Weg

"Oberösterreich ist ein sicheres Land. Das zeigt auch die aktuelle Kriminalitätsstatistik in vielen Bereichen sehr deutlich. Ein Lob gebührt der Exekutive für die gerade in Oberösterreich neuerlich deutlich angestiegene Aufklärungsquote, aber auch für die drastischen Rückgänge der Tatverdächtigen etwa bei den Einbrüchen. Wo es Probleme gibt, wie etwa bei Drogendelikten und Raufhandel in der Gruppe der Asylwerber/innen, werden wir diese ernst nehmen und gemeinsam an Lösungen arbeiten. Jeder einzelne Vorfall ist inakzeptabel, gerade bei organisierter Kriminalität gilt Null Toleranz", reagiert Integrations-Landesrat Rudi Anschober.

Anschober wird deshalb Exekutive, Betreuungsorganisationen der Grundversorgung OÖ und die Vertreter/innen der freiwilligen Helfer/innen zum Gespräch einladen, um weitere Optimierungsmöglichkeiten zu beraten: „Ich bin aber zutiefst überzeugt davon, dass der derzeitige in Oberösterreich von uns beschrittene Weg der Zusammenarbeit u.a. in Form des Projektes KLM – Kompetenz- und Lagezentrum Migration, der richtige ist. Dieses Projekt wurde im Lauf des vergangenen Jahres schrittweise aufgebaut und verankert nun eine enge Zusammenarbeit zwischen Exekutive, NGOs und Betreuer/innen in allen Asylquartieren. Auch mit der Justiz sind Maßnahmen seit längerem in Vorbereitung."

Abschließend appelliert Anschober in Richtung Versachlichung der Diskussion: denn Tatsache ist, dass gleichzeitig zur Zunahme der tatverdächtigen Asylwerber/innen auch die Gesamtzahl der Asylwerber/innen in OÖ deutlich gestiegen ist. Eine Analyse der Opfer von Straftaten mit tatverdächtigen Asylwerber/innen zeigt, dass sich fast drei Viertel gegen fremde Staatsangehörige selbst richtete, d.h. dabei geht es vor allem um Konflikte und Raufhandel in den Quartieren.