12 März 2018

Millionen-Förderungen für neue Ölheizungen sind ein klimapolitischer Skandal

Bundesregierung soll Verbot neuer Ölheizungen verankern

Die staatsnahe OMV fördert die Initiative „Heizen mit Öl“ offenbar mit Millionen-Beiträgen. Dies ergaben Recherchen der Umweltschutzorganisation Global 2000, die nun eine Anfrage an Finanzminister Löger zur Folge hat. Die Unvereinbarkeit bei dieser Unterstützung: Großaktionär der OMV ist die Republik Österreich, die damit die Energiewende torpediert und gegen die selbst unterzeichneten Klimaziele von Paris arbeitet. 

LR Rudi Anschober: „Schon seit Jahren kritisiere ich das Millionen-Engagement der Initiative „Heizen mit Öl“, das mit allen Mitteln an der klimaschädlichen Retro-Versorgung mit Heizöl festhalten will. Dass die Republik Österreich als größter Aktionär der OMV bei der Initiative selbst massiv mitfördert und damit nicht nur gegen unser Klima, sondern durch höhere Zahlungen auch gegen den eigenen Budgethaushalt arbeitet, ist desaströs! Das ist aus klima- und finanzpolitischer Sichtweise ein Skandal!“

LR Anschober fordert daher einmal mehr ein gesetzliches Verbot neuer Ölheizungen: „Ölheizungen sind out. Heizen mit Öl ist teuer, großen Preisschwankungen unterworfen, mit politischen Abhängigkeiten behaftet und klimapolitisch eine Katastrophe, eine große Auswahl an Alternativen ist vorhanden. Selbst einige Bundesländer haben sich schon gegen den Einbau von Ölheizungen bei Neubauten entschlossen. Bundesregierung und Republik Österreich helfen aber dieser Retro-Technik offenbar beim künstlichen Überleben – das muss raschest ein Ende finden. Ich fordere ein bundesweites Verbot von Ölheizungen in Neubauten!“