13 Januar 2017

SORA-Integrationsmonitor Oberösterreich: Erstmals in Österreich wurde in OÖ umfassend die Stimmungslage und Einstellung der Bevölkerung zu Flucht, Asyl und Integration erhoben. Die Ergebnisse sind überraschend.

Teil 1: Bewertung des Zusammenlebens in OÖ vor dem Hintergrund von Asyl und Migration

Die Oberösterreicher/innen sind viel hilfsbereiter, engagierter und offener für Flüchtlingshilfe und Integration, als viele vermutet haben. Und die Strategie von Integrations-Landesrat Rudi Anschober, eine breite Allianz in der oö. Gesellschaft für Integration zu bilden, scheint sich ebenso voll zu bewähren, wie die gute Aufteilung der rund 20.000 Schutzsuchenden auf ganz Oberösterreich und die Unterstützung für das Engagement der Zivilgesellschaft. Die Oberösterreicher/innen sehen die aktuelle Herausforderung der Fluchtbewegung als schwierig, aber als machbar an und sind stolz auf das bisher Geleistete. Das ist in Kurzform die Zusammenfassung der Ergebnisse des erstmals in Österreich vom Integrationsressort beauftragten Integrationsmonitors, mit dem SORA die Stimmung und Einstellung in OÖ zu Flucht, Asyl und Integration detailliert erhoben hat.

LR Anschober: „71% sehen es als "unsere Pflicht, Flüchtlinge aufzunehmen und menschenwürdig unterzubringen“, zwei Drittel meinen, dass wir jetzt "unseren Kindern zeigen können, was verantwortungsvolles Handeln bedeutet", ebenfalls zwei Drittel "freuen sich, dass wir die Flüchtlinge unterstützen können" und 59% sind "stolz darauf, dass Flüchtlinge in OÖ gut versorgt werden". Und ich bin stolz auf diese Menschen und diese Meinungen, auf die Solidarität und Menschlichkeit und dass Oberösterreich durch seine Bürgerinnen und Bürger ein Land der großen Herzen ist!"

Anschobers Strategie einer besonders breiten gesellschaftlichen Allianz für Integration (siehe Beilage das in Österreich einzigartige Netzwerk der Integration), die Unterstützung der Zivilgesellschaft, der Kurs der dezentralen Quartiere und der dezentralen Integration sowie die Integration ab dem ersten Tag scheint sich voll zu bewähren.

Die Fakten: 12.975 Personen aktuell in 520 Quartieren des Landes, durchschnittlich 25 Menschen pro Quartier, insgesamt rund 20.000 im Rahmen der aktuellen Fluchtbewegung in OÖ angekommene Schutzsuchende, über 10.000 freiwillige Helfer/innen.

Landesrat Rudi Anschober: „Die Ergebnisse sind positiv überraschend. Darauf können wir wunderbar aufbauen. Zumindest in Oberösterreich ist die Stimmung in der Bevölkerung gegenüber Flüchtlingen, Integration und Zuwanderung viel besser als manche uns das weismachen wollen. Es herrscht breites Grundverständnis in der oö. Gesellschaft vor, dass es Schutz für diese Betroffenen, aber auch Integration und Chancen z.B. am Arbeits- oder Wohnungsmarkt braucht. Mein Weg der kleinen Quartiere, dezentral in ganz OÖ und die Schritte der Integration ab Tag 1 in der Grundversorgung und des breiten Bündnisses finden Zustimmung. Ich hoffe, das gibt auch für die weiteren Aufgaben der Integration Rückenwind in Oberösterreich und seitens der Bundesregierung.“