4 Dezember 2018

Tag des Bodens: Schutz statt Versiegelung!

Bodenschutzprogramm kann dem Flächenfraß ein Ende setzen - ressortübergreifende Gespräche zur Umsetzung starten im Jänner

Auch in Oberösterreich bleibt Bodenversiegelung auf dramatisch hohem Niveau. Von den täglich verbauten Bodenflächen werden knapp 42 % versiegelt- d.h. 297 m² versiegelte Fläche pro Einwohner im Jahr 2017. Durch diesen verschwenderischen Umgang mit der begrenzten Ressource Boden entziehen wir täglich zukünftigen Generationen die Grundlage für Entwicklung. Denn wir und auch unsere Kinder brauchen gute Böden für regionale Nahrungsmittel, als dezentraler Wasserrückhalt zur Hochwasservorsorge oder auch als Filter für sauberes Trinkwasser.

Der Weltbodentag wurde am 5. Dezember   2002 von der Internationalen Bodenkundlichen Union (IUSS) ins Leben gerufen, um auf die große Bedeutung des Bodens und die Wichtigkeit eines sparsamen Umgangs mit dieser endlichen Ressource aufmerksam zu machen.

„Auch am Tag des Bodens werden in Oberösterreich riesige Flächen verbetoniert. Dieser Flächenfraß muss beendet werden - es braucht dringend ein umfassendes Bodenschutzprogramm! Wir werden  im Jänner ressortübergreifende Gespräche zur Umsetzung starten“,  appelliert Landesrat Rudi Anschober.

„Es braucht jetzt mehr denn je dieses umfassende Programm gegen die Bodenversiegelung  damit der Slogan „Ich steh auf Boden“ auch noch für zukünftige Generationen Sinn macht. Die fünf von mir geforderten Maßnahmen des Programms  sind ein neues Raumordnungsgesetz, bessere Mobilisierung von bestehendem Bauland statt Neuwidmung, ein effizientes Nutzungskonzept für die Industriebranche, Vorrangflächen für Bodenschutz und die Revitalisierung der Ortskerne.

Die ersten Schritte haben wir schon gemacht. Oberösterreich setzt schon jetzt vielfältige Aktivitäten zum Schutz unseres Bodens ein, beginnend mit der Bewusstseinsbildung über Förderungen, von konkreten Tipps z.B. für bodenschonendes Bauen für alle Häuslbauer/innen bis zu den Bodenfunktionskarten als wichtiges Planungsinstrument für Gemeinden. Diesen Weg müssen wir mit dem Bodenschutzprogramm weitergehen“, sagt Anschober.