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12 Juli 2016

Vierte Runde der erfolgreichen Info-Kochshows "Kochtopf statt Mistkübel“ gegen Lebensmittelmüll

Schmackhafter Auftakt bei Musik-Festival auf der Burg Clam

Nach dem erfolgreichen Start der Kochshow-Tour „Kochtopf statt Mistkübel“ dieses Wochenende mit tausenden Besucher/innen auf der Burg Clam geht es heuer musikallisch und sportlich weiter: nämlich bei den Clam-Konzerten am 16. Juli, 23. Juli, 5. August, 7. August sowie beim Linzer Sternradeln am 17. September 2016.

Seit dem Jahr 2013 verkocht LR Rudi Anschober gemeinsam mit Organisatorin Sabine Reisinger und Profiköch/innen das beste Restl-Essen aus Obst und Gemüse aus guter B-Ware, welches sonst im Müll landen würde, ebenso wie Milchprodukte, die das Mindesthaltbarkeitsdatum erreicht haben und nicht mehr verkauft werden, obwohl sie noch tagelang tadellos schmecken.

Umwelt-Landesrat Rudi Anschober setzt mit den Kochshow auf eine breit angelegte Information zur Vermeidung von Lebensmitteln im Müll und damit zum Klimaschutz: "Viele Lebensmittel sind auch nach Ablauf der Mindesthaltbarkeit noch einwandfrei genießbar oder schmecken in gekrümmter Form genauso gut. Ich schaue, rieche und koste – und entscheide erst dann, ob ich etwas wirklich wegwerfen muss. Da fällt ein erster Schritt schon beim Einkauf: Ich setze auf die Einkaufsliste und kaufe daher bewusst meine Produkte. So verschwende ich keine wertvollen Lebensmittel, trage zum Klimaschutz bei und tue auch meiner Geldbörse etwas Gutes."

Auf der Burg Clam wird unter freiem Himmel gemeinsam gekocht und gegessen, beim Linzer Sternradeln können Interessierte auch Mitschnipseln. Die Zutaten werden direkt aus der Region bezogen – mit Hilfe von Bio Austria, Biohof Achleitner und den Handelspartnern Spar und Unimarkt. Das schmeckt: saisonal, regional und nach Möglichkeit aus biologischer Landwirtschaft sowie zu 100 Prozent fleischfrei!

Motto: Einfach vorbeikommen, (mitkochen) und kosten – die Kochshow zeigt, wie lecker Restl-Essen schmeckt und man dabei Lebensmittel vor dem Müll retten kann. Die Speisen werden gegen freiwillige Geldspenden zugunsten gemeinnütziger Projekte ausgegeben.

 

Workshop bei den Oö. Kinderunis

Auch heuer ist „Kochtopf statt Mistkübel“ mit Workshops bei zwei Oö. Kinderunis mit dabei: Dabei lernen Kinder und Jugendliche, woher Lebensmittel kommen und warum es wichtig ist, Lebensmittel wertzuschätzen – im Anschluss wird dann gemeinsam gekocht, um anschaulich zu machen, dass auch „Abgelaufenes“ noch einwandfrei und schmackhaft sein kann.

 

Hintergrundwissen – Lebensmittel im Oö. Restmüll

Jeder oberösterreichische Haushalt entsorgt jährlich Lebensmittel und Speisereste im Wert von ca. 300 Euro alleine im Restmüll! Aber nicht nur abgelaufene Lebensmittel landen im Müll – auch ungeöffnete, original verpackte Produkte. Viele Lebensmittel kommen allerdings nicht einmal zu den Konsument/innen. Sie entsprechen nicht den Normen und Standards und werden daher vorab aussortiert. So werden derzeit 40% unserer Lebensmittel weggeworfen. Mit Projekten und Bewusstseinsbildungsmaßnahmen will LR Anschober die Menge an Lebensmitteln im Müll bis 2020 halbieren. Und dabei gibt es tatkräftige Unterstützung der Partner von „Kochtopf statt Mistkübel“ – z. B. Bio Austria, Klimabündnis OÖ, die Handelspartner Spar und Unimarkt, den Biohof Achleitner, die Naturbackstube Honeder sowie das Morgentau Biogemüse.