11 November 2016

Zur Erarbeitung des „Masterplans Integration“ beginnt heute die Einbeziehung von Bürger/innen

Mit einem eigenen Bürger/innenrat beginnt heute die Schlussphase der Erarbeitung des „Masterplans Integration“. Dazu wurden 20 Personen repräsentativ aus der Wählerevidenz des Landes OÖ ausgewählt und zu einem Arbeitsprozess eingeladen. Sie werden nun eineinhalb Tage an Integrationsfragen und am Masterplan arbeiten.

Integrations-Landesrat Rudi Anschober: „Wir haben mit diesem neuen Instrument die Möglichkeit, den Blick von außen in die Entscheidungsfindung hereinzutragen. Denn damit haben Menschen, die bisher nicht mit Integrationsfragen befasst waren, die Möglichkeit, ihre Sicht einzubringen, auf Mängel hinzuweisen, Bedarfe zu thematisieren, Kritikpunkte zu formulieren. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse, die bis Ende November eingearbeitet werden."

In den vergangenen Monaten wurde bereits ein sehr breiter, umfassender Arbeitsprozess verwirklicht: Fachexpert/innen, NGOs, Zivilgesellschaft, freiwillige Helfer/innen, Behörden, Betroffene und viele andere - insgesamt weit über 100 Personen - haben direkt am Landeskonzept gearbeitet.

Anschober: „Bis Jahresende werden wir dann ein umfassendes Maßnahmenprogramm für die Integrationsarbeit der nächsten Jahre haben. Viele Punkte davon werden aber auch bereits umgesetzt. Die Schwerpunkte des Masterplans befassen sich mit den Bereichen Deutschlernen, Orientierung & Wertehaltungen, Arbeit, Bildung, Wohnen und die Gemeinde als Ort der Integration. Großen Wert legen wir daher auf eine breite Einbindung und Unterstützung der Gemeinden bei dieser Arbeit, weswegen es in den kommenden Wochen Bürgermeister/innenkonferenzen in allen Bezirken zur Integrationsarbeit mit mir geben wird. Wir haben eine eigene, bisher einmalige  Umsetzungsstruktur geschaffen, ein breites Netzwerk Integration. Die Integrationsarbeit startet nicht erst, wie früher, ab dem Asylbescheid, sondern bereits ab dem Beginn des Aufenthalts im Grundversorgungsquartier. Und wir verwirklichen dezentrale Integration, wollen also keine Zentralisierung in Linz oder Wien, sondern die Integration dezentral, direkt bei den 530 Grundversorgungsquartieren und damit in weit über 80 Prozent der oö. Gemeinden. Wir stellen die Integrationsarbeit in Oberösterreich in wichtigen Bereichen zusätzlich zu den bisherigen Maßnahmen auf neue, effiziente, breite Beine."