Infostand und Treffpunk am Taubenmarkt - Hörstadt begeht den Tag gegen Lärm

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Infostand und Treffpunk am Taubenmarkt - Hörstadt begeht den Tag gegen Lärm

27.04.2011, 10:00 - 18:00 - Taubenmarkt / Linz

Kampagne gegen Zwangsbeschallung in Linz

"Lärm trennt!" - Hörstadt begeht den Tag gegen Lärm - Sonderbetrieb im Ruhepol Mariendom

Mittwoch, der 27. April, ist der internationale Tag gegen Lärm. Machen Sie mit: "15 Sekunden Ruhe!" an diesem Tag um 14:15 Uhr. Der Tag gegen Lärm ist ein weltweiter Aktionstag, an dem verschiedenste Initiativen und Organisationen auf das Lärmproblem hinweisen. Mit Unterstützung von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober macht Hörstadt am Taubenmarkt in Linz auf Lärmgefahren aufmerksam - und öffnet anlässlich des globalen Aktionstages den Ruhepol Mariendom.

Weltweit engagieren sich alljährlich verschiedenste Organisationen mit Rat und Tat am ursprünglich von der Hörbehindertenbewegung ausgerufenen Tag gegen Lärm. In Linz ergreift Hörstadt - Labor für Akustik, Raum und Gesellschaft - die Initiative. Unterstützung kommt von Umwelt-Landesrat Rudi Anschober: "Lärm ist ein großes Umweltproblem, das uns gesundheitlich und volkswirtschaftlich teuer zu stehen kommt. Auch in Oberösterreich leiden viele Menschen unter der akustischen Plage."

Rudi Anschobers Ressort fördert die Hörstadt-Aktivitäten in Sachen Lärm. Dazu gehört nicht nur die Sensibilisierung und Aufklärung, sondern auch konkrete Abhilfe: 2011 betreibt Hörstadt in Zusammenarbeit mit der Pfarre Mariendom in Österreichs größter Kirche den Ruhepol Mariendom. "Die Schaffung von Ruhezonen und Ruhezeiten ist eine der wichtigsten Maßnahmen, wenn wir eine menschengerechte akustische Umwelt schaffen wollen", sagt Hörstadt-Leiter Peter Androsch.

Der in der Turmhalle des Doms befindliche Ruhepol Mariendom mit dem imposanten Rosettenfenster ist ein Ruheraum für alle - überkonfessionell und kostenlos zugänglich. Üblicherweise nur in der warmen Jahreszeit von Christi Himmelfahrt im Mai bis zum Nationalfeiertag im Oktober geöffnet, ist am 27. April von 10.00 bis 18.00 Uhr außertourlich Betrieb.

"Lärm trennt" ist das Motto des Tags gegen Lärm. Damit greift es einen Aspekt auf, der Hörstadt besonders am Herzen liegt: Die sozial ungleiche Verteilung von Lärm, die vor allem die weniger Begüterten trifft - am Arbeitsplatz wie in den eigenen vier Wänden.

Was ist Lärm?

Eine ebenso einfache wie schwierige Frage. Denn: Lärm ist unerwünschter Schall. Also ist jedes uns störende Geräusch bereits Lärm. Unabhängig von der Lautstärke. Der in der Nacht leise tropfende Wasserhahn ist genauso Lärm wie der donnernde Verkehr auf der Durchzugsstraße. Auf eine Maschine oder ein Gerät bezogen könnten wir sagen: Lärm ist akustischer Abfall.

Woher kommt der Lärm?

Die einzige ehrliche Antwort lautet:

Der Lärm sind wir selbst. Wir erzeugen ihn durch

  • unsere Fortbewegung mit Autos und anderen Verkehrsmitteln
  • die von uns geschaffenen Maschinen und Geräte
  • alltägliche und dauernde akustische Belastungen wie Hintergrundmusik, Warn- und Signaltöne, Betriebsgeräusche von technischen Geräten u.v.m. Je nach Lebenslage und Aktivität sind wir Lärmopfer oder Lärmtäter/innen.

Lärm ist teuer

Auf akustischer Ebene zahlt unsere Gesellschaft einen hohen Preis für ihren Lebensstandard. Lärm vernichtet unermessliche Werte z.B. von Immobilien. Nichts beschädigt unsere Lebensqualität mehr als der Lärm. Alleine der Verkehrslärm verursacht in Österreich einen jährlichen Schaden von mindestens 1,8 Milliarden Euro (laut VCÖ).

Lärm macht unglücklich

Zwei Drittel der österreichischen Arbeitnehmer/innen sind mit der akustischen Situation an ihrem Arbeitsplatz unzufrieden. Die meisten Nachbarschaftskonflikte haben akustische Ursachen. Lärm ist sozial ungleich verteilt: Wer arm ist, muss im Lärm leben. Wer es sich leisten kann, lebt ruhig.

Lärm kann tödlich sein

Bei chronischem Lärm schütten wir Stresshormone aus. Das verursacht auf Dauer Leistungs- und Konzentrationsschwächen, Aggressionen, psychische Probleme und Herz-Kreislauf- Erkrankungen bis zum tödlichen Herzinfarkt.

Was tun?

Lärmvermeidung ist der erste Schritt.

Oft genügt es, auch „mit den Ohren zu denken". Überlegen Sie sich, welche Konsequenzen Ihre Handlungen Tag für Tag auf akustischer Ebene haben - für Sie selbst und die anderen.

Hörstadt stellt das Verbindende über das Trennende und betreibt am internationalen Tag gegen Lärm, Mittwoch, 27. April 2011 von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr, einen Infostand und Treffpunk am Taubenmarkt. Neben Informationsmaterial gibt es die Möglichkeit, mit dem Hörstadt-Team über akustische Fragen und Probleme ins Gespräch zu kommen.

 





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