Konferenz "Wie MigrantInnen helfen können, Oberösterreichs Fachkräftemangel zu lösen – wenn wir sie lassen."

19:00 - 21:30

Der Fachkräftemangel ist derzeit die größte Herausforderung für die österreichische Wirtschaft. In Oberösterreich finden 83 Prozent der Unternehmen nur schwer geeignete Fachkräfte. In fast allen Bereichen ist der Fachkräftemangel wahrzunehmen besonders aber in den handwerklich-technischen Bereichen, im Dienstleistungssektor und im Tourismus, der mittlerweile teilweise die Existenz von Unternehmen gefährdet. Alleine im Bereich der Gastronomie mussten im vergangenen Herbst über 2.000 Stellen unbesetzt bleiben. Besonders gravierend ist auch, dass in OÖ 2.799 Lehrlinge fehlen, zudem wird die Liste der Lehrlingsmangelberufe mit 38 Sparten immer länger.

Auch der oberösterreichische Sozial- und Gesundheitsbereich sucht händeringend nach Pflegekräften. In einigen Regionen suchen Alten- und Pflegeheime händeringend nach Mitarbeiter/innen. In manchen Heimen kann bereits jetzt nicht mehr die Nachfrage nach den Pflegeplätzen erfüllt werden, weil es zu wenige Pflegekräfte gibt. Um diesem Trend entgegenzuwirken, startet Oberösterreich nun eine landesweite Offensive in der Pflegeausbildung, die als neuer Schwerpunkt auch Migrant/innen ansprechen soll.

MigrantInnen könnten helfen. Viele von ihnen suchen einen Job, werden jedoch durch unterschiedliche ideologisch motivierte Regelungen davon abgehalten. Das muss sich ändern - im Interesse der Betroffenen, ihrer Integration und der Wirtschaft.

Ich lade Sie ein, gemeinsam zu erörtern, wie Lösungen aussehen können, um diese Herausforderung meistern zu können. Welche Neuregelungen braucht es? Dazu lade ich Sie ganz herzlich zur Konferenz ein:

 

Wie MigrantInnen helfen können, Oberösterreichs Fachkräftemangel zu lösen – wenn wir sie lassen

 

am Donnerstag, 05. September 2019, ab 19:00 Uhr

in den Redoutensälen, Promenade 39, 4020 Linz

 

Folgende Expert/innen werden unter anderem am 05. September über die aktuelle Lage und weitere Möglichkeiten informieren:

  • Illi de Verrette, Schule für Sozialbetreuungsberufe der Caritas für Menschen mit Behinderungen – Schulleitung
  • Ruth Makiese Nzola – Pflegerin
  • Mag. Walter Prehofer, MA, WKOÖ – Leiter Migrationsservice
  • Mag. Johanna Hobelsberger-Gruber, Ernst & Young Standort Linz - Wirtschaftsprüferin, Steuerberaterin, Branchenschwerpunkte: Industrial Products
  • Hubert Schöffmann, IHK für München und Oberbayern – Leiter der Abteilung Berufliche Ausbildung Bildungspolitischer Sprecher BIHK e.V. und Impulsgeber der 3+2-Regelung in Deutschland
  • Maria Brunner, AMS OÖ – Leitung Projektförderung

Im Anschluss an die Impulsreferate stehen Ihnen die Expert/innen im Rahmen einer Podiumsdiskussion für Fragen zur Verfügung. Am Ende der Veranstaltung wollen wir uns auf die wichtigsten erforderlichen Reformen einigen.

Ich ersuche um verbindliche Anmeldung unter lr.anschober@ooe.gv.at bis zum Mittwoch 28. August.