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8 November 2019

Begrüße Klimaschutzplan der Voest

Es braucht „Green New Deal“ mit Engagement und Verantwortung in enger Zusammenarbeit von Industrie, Wissenschaft und Politik   Transformation der Industrie wird große Herausforderung und wichtiger Teil der Klimawende - mit großen wirtschaftlichen Chancen

Oberösterreichs Klimaschutzlandesrat Rudi Anschober begrüßt den Plan der Voest, in einem ersten großen Schritt durch eine etappenweise Technologieentwicklung bis 2030 ein Drittel der CO2-Emissionen einzusparen: „Rund 16% der aktuellen CO2-Emissionen Österreichs stammen derzeit aus der nationalen Stahlproduktion. Und dies trotz der hohen Anstrengungen der Voest, diese schrittweise abzusenken. Doch mit der bestehenden Technologie ist kein Spielraum mehr vorhanden. Es ist daher eine kluge und wichtige Überlegung, die Weiterentwicklung der Voest durch eine schrittweise Technologieveränderung hin zu Strom und später Wasserstoff voranzutreiben. Dazu braucht die Voest die Begleitung durch die Politik. Über das ‚Wie‘ wird man dann reden müssen, wenn im ersten Halbjahr 2020 die Detailberechnungen des Konzerns vorliegen.“

„Auch die Transformation anderer Industriekonzerne - von Borealis bis Lenzing - wird eine große Herausforderung und muss eine wirtschaftlich positive Entwicklung mit einem schrittweisen Ausstieg aus CO2 vereinbaren. Diese Herausforderung ist groß, aber sie kann gelingen. Sie ist eine Notwendigkeit für den Klimaschutz, kann aber auch eine wirtschaftliche Chance für den Industriestandort werden - wenn wir diese Transformation klug und verantwortungsvoll verwirklichen. In enger Zusammenarbeit zwischen Industrie, Wissenschaft und Politik“, sieht Anschober große Herausforderungen, aber auch Chancen für einen „Green New Deal“ in Österreich.

Den nächsten Schritt geht die Voest mit dem Start der Wasserstoff-Versuchsanlage am Montag. Mit dem EU-geförderten Projekt werden künftig die Einsatzmöglichkeiten von Wasserstoff in den verschiedenen Prozessstufen der Stahlerzeugung getestet.