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&copy Land OÖ/Kraml: v.l.: Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober, Philipp Blom, Helga Kromp-Kolb, Johannes Wahlmüller, Ulla Rasmussen, Ingmar Höbarth, Mascha Antelmann

© Land OÖ/Kraml: v.l.: Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober, Philipp Blom, Helga Kromp-Kolb, Johannes Wahlmüller, Ulla Rasmussen, Ingmar Höbarth, Mascha Antelmann

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24 Oktober 2019

Seit 2 Wochen ausgebuchter OÖ Klimagipfel mit weit über 300 Teilnehmer/innen fordert Ende der Klimaschutzblockade durch Großteil der Politik

Geschichte zeigt: Schon scheinbar kleine Temperaturveränderungen beenden die bisher bekannte Welt - es braucht eine tiefgreifende Transformation in allen Bereichen, die nun beginnen muss. Klimagipfel erarbeitete Klimavision 2050 - wie positiv sich unsere Welt bei erfolgreichem Klimaschutz verändern wird

Die Klimavision 2050! kann eine einmalige Chance für mehr Lebensqualität in Oberösterreich sein, wenn wir jetzt beim Klimaschutz konsequent handeln: Das ist die Kernaussage des OÖ Klimagipfels, der gestern im Linzer Schlossmuseum mit über 300 Teilnehmer/innen, Top-Referent/innen aus Wissenschaft und NGOs und zahlreichen Vertreter/innen aus Politik und Wirtschaft über die Bühne ging.

„Vieles ist in den letzten Wochen beim Klimaschutz positiv in Bewegung gekommen: Tausende Wissenschafter/innen wurden aktiv, große Teile der Wirtschaft wollen handeln, rund um Fridays for Future und Klimavolksbegehren ist eine breite Klimaschutzbewegung entstanden. Eine Blockade gibt es nun nur mehr von einem Großteil der Politik. Ersichtlich ist das an den seit 1990 steigenden CO2-Emissionen - Österreich ist hier mit vier weiteren EU-Ländern unter den Schlusslichtern. Zudem zeigen dies auch die Ablehnungen von weitreichenden Klimaschutzinitiativen in der OÖ Landesregierung in den letzten Monaten“, freut sich Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober über das große Interesse aus allen gesellschaftlichen Bereichen, das politisches Handeln erzwingen wird.

Tabelle: Anschobers Anträge zum Klimaschutz in der OÖ Landesregierung

Welche Chancen gibt es für Oberösterreichs Gesellschaft und Wirtschaft, wenn die Transformation hin zur CO2-Neutralität gelingt? Wie werden sich unsere Städte verändern, wenn wir sie an die zukünftigen klimatischen Herausforderungen anpassen? Wie kann Oberösterreich durch diese Herausforderungen zum Vorreiter in Sachen Energieeffizienz, der Nutzung erneuerbarer Energieformen und klimafreundlicher Mobilität werden? Diese Fragen diskutierten die führenden Expertinnen und Experten Philipp Blom (Autor, Journalist und Historiker), Helga Kromp-Kolb (Boku Wien), Ingmar Höbarth (Klima- und Energiefonds), Ulla Rasmussen (VCÖ), Johannes Wahlmüller (GLOBAL 2000) und Mascha Antelmann (Fridays for Future) und skizzierten wahrscheinliche Bilder für das Jahr 2050 .

Klimaschutz-Landesrat Rudi Anschober: „Die Klimakrise kann die einmalige Chance für die zukunftsorientierte Gestaltung unserer Lebensbereiche sein. Unabhängigkeit von milliardenteuren Energieimporten, saubere Luft, ein flächendeckendes Angebot an klimaschonender Mobilität, attraktive Öffis und Radfahrverbindungen, neue Jobs durch einen Green New Deal, Stärkung der Regionalwirtschaft und Wende durch Kreislaufwirtschaft in allen Bereichen - das ist nicht Verzicht, sondern mehr Lebensqualität. Nur wenn wir diese einmalige Chance auch nutzen und konsequent handeln, können alle profitieren. Dafür braucht es neben der massiven Senkung der CO2-Emissionen eine gesellschaftliche Transformation in den Bereichen Wohnen, Verkehr, Energieerzeugung, Ernährung und Wirtschaft. Wenn wir diesen Weg nun konsequent einschlagen, wird Oberösterreich als Vorreiter der ökologischen Modernisierung hervorgehen und davon stark profitieren.“

Im Anschluss an die Diskussion wurden gemeinsam mit dem OÖ Klimabündnis innovative Projekte von Schulen, Kindergärten und Gemeinden im Rahmen der Kampagne „Klimaschutz jetzt!“ ausgezeichnet. Infos unter: https://www.land-oberoesterreich.gv.at/226062.htm